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So, nun ist ein erstes Highlight der Saison - mein Start an der Europameisterschaft in Weert (Holland) - schon wieder Geschichte...

Meine Unterkunft in Weert war nahezu perfekt: ich habe sozusagen im Ziel gewohnt und konnte von meinem Zimmer aus die Eröffnungszeremonie am Donnerstagabend, wie auch die Junioren- und Elite-Wettkämpfe am Freitag schön überblicken. Einziger Nachteil allerdings war, dass es nachts und morgens ziemlich laut war, wegen Aufräum- und Aufbauarbeiten. Gut hatte ich meine Ohropax dabei!

Als ich am Donnerstag in Weert angekommen bin, bin ich erstmal zur Registrierungs- und Akkreditierungsstelle gegangen, um schon mal all die benötigten Rennutensilien zu besorgen. Danach bin ich noch die Laufstrecke abgegangen: Kanal hoch, dann über eine Brücke, Kanal auf der anderen Seite wieder runter, wieder über eine Brücke und das am Samstag dann 4x - nichts Spektakuläres...

Am Freitag hab ich mich mit dem Schwimmstart und der Velostrecke vertraut gemacht. Wie schon die Laufstrecke und für Holland ja auch nicht ungewöhnlich, alles flach aber mit Wind. Am Mittag folgte dann noch das obligatorische Race-Briefing und für mich anschliessend ein kleiner Powernap mit Sonne tanken auf meinem Balkon, wo ich mir noch überlegt habe, ob ich nun den normalen Velohelm nehme oder vielleicht doch zum ersten Mal den Aero-Helm. Voll ausgeruht und mit klarem Kopf (Entscheidung für Aero-Helm) ging es danach ans Sachen packen, Helm bekleben und Velo parat machen - alles schön genau nach Vorschrift.

Nachdem am Freitagabend alles fertig vorbereitet war, musste ich am Samstagmorgen nur noch mich mit den Startnummern tätowieren und dann konnte es los gehen:

 

SWIM - da es keine Möglichkeit gab zum einschwimmen, wurde es ein ziemlicher Kaltstart bei einer Wassertemperatur von ca. 17.5 Grad. Nach ein paar Minuten hab ich mich aber ganz gut gefühlt aber auch gemerkt, dass ich zum Teil nicht immer auf der Ideallinie bin und etwas zickzack schwimme und auch keine Füsse hatte zum anhängen.

 

T1 - der Wechsel aus dem Neopren in die Veloschuhe verlief ganz gut und auch der neue Aero-Helm hat keine Probleme beim aufziehen und schliessen gemacht.

 

BIKE - schon nach ein paar Meter hab ich gemerkt, dass meine Beine sich sehr gut anfühlen und hab gleich mal 3 Athletinnen aus einer anderen AK überholt. Die ganzen 3 Runden verliefen richtig super mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37 km/h! Lag bestimmt auch am Aero-Helm ;-)

 

T2 - als ich zum zweiten Wechsel kam, standen dort 4 Helfer direkt vor meinem Platz / meiner Box, so dass ich völlig blockiert war. Auch das Velo konnte ich nicht richtig an Ständer hängen, da die 4 Helfer damit beschäftigt waren, die Stange (vermutlich runter gefallen) wieder zu montieren. Nehme an, dass ich so mindestens 30 Sekunden länger hatte - ärgerlich...

 

RUN - Beine haben sich auch auf der Laufstrecke immer noch gut angefühlt - allerdings etwas verhärtete Waden aber keine Krämpfe. Mittlerweile war es auch ziemlich heiss geworden und die Sonne knallte auf den Asphalt. Ich war froh um meinen Schwamm, der mich seit Sardinien immer bei der Laufdisziplin begleitet. Da es ja 4 Runden waren, war mir schon im Vorfeld klar, dass mich wohl öfter mal Athletinnen überholen werden. Ich habe mich weiterhin auf mich konzentriert und bin mein Tempo gelaufen und hab versucht, mich nicht durch überholende Athletinnen zu einem höheren Tempo mitreissen zu lassen. Am Anfang zur dritten Runde hatte ich ein kleines Tief "oh man, nochmal diese 2 Runden" - konnte mich da aber mit positiven Gedanken "hey, schon über die Hälfte geschafft" und "sei froh, hat es keine Weinberge" und auf der letzten Runde "Heimweg" bis ins Ziel motivieren.

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit meiner ersten Europameisterschaft insgesamt zufrieden bin und es eine sehr schöne Erfahrung und ein tolles Erlebnis war.
Vielleicht verlief das Schwimmen nicht ganz nach meinen Vorstellungen und klar, wäre ich gerne unter 2,5 Stunden geblieben und hätte mir eine Top 20 Platzierung gewünscht aber nun sind es halt 2:33:25 geworden und ein AK-Platz 24. Davon geht die Welt nicht unter und ich bin mehr als stolz und happy über die 8-beste Velozeit in der AK! 

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