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Nachdem im Juli der IRONMAN 70.3 in Venice-Jesolo für Ende September abgesagt wurde, kam eine E-Mail über ein Trainingslager Ende Oktober auf Mallorca gerade richtig und ich entschied mich, die Gelegenheit zu nutzen und zu schauen, ob so ein Trainingslager überhaupt etwas für mich ist. So stand ich also mit meinem Koffer am Donnerstag des 20. Oktober am Flughafen von Friedrichshafen und freute mich auf einen nochmal verspäteten Sommerurlaub.

Nach der Landung wartete ein vom Veranstalter organisierter Shuttle-Bus vor dem Flughafen von Palma und fuhr einmal quer über die Insel zum Hotel an der Playa De Muro bei Alcudia. 

Gut ausgeschlafen ging es am nächsten Tag nach dem Frühstück zur Radmietstation. Geplant war eine kleine Ausfahrt, um mich an das fremde Rad zu gewöhnen. Schlussendlich wurde es eine wunderschöne Tour mit 65km bei herrlichstem Wetter zum Cap Formentor und seinem Leuchtturm.

Wieder zurück im Hotel wurden die Radkleider gegen den Badeanzug getauscht. Bei einer Wassertemperatur von ca. 23 Grad und geschmacklich weniger Salz als in der Adria, fühlte sich auch das Schwimmtraining richtig gut an. 

Der Samstag verlief nach einer morgentlichen Schwimmeinheit dann ruhig am Strand, auf dem Balkon und im Wellness-Bereich des Hotel ab. Das Trainingslager startete offiziell am Abend vor dem Nachtessen und mit 8 Teilnehmern und  den 2 Coaches waren wir nur ein kleines Grüppchen, welches sich dann am Sonntagmorgen um 7:30 zu einem lockeren 30minütigen WakeUpRun traf. Auch der 2.5stündige KennenlernRide war vom Tempo her erstmal gemütlich - für mich aber vom Kopf und der Konzentration her doch sehr anstrengend, da ich es absolut nicht gewohnt bin in der Gruppe zu fahren und man jederzeit auf alle Eventualitäten gefasst sein musste. Da kam der kleine Abstecher zur Radrennbahn in Sineu gerade recht, um einfach nur im Kreis zu fahren ohne gross überlegen zu müssen.

An den darauffolgenden Tagen dauerten die Radeinheiten so +/- 5 Stunden mit +/- 100km und +/- 1000Hm.

Die Montags-Tour führte durch das Peter Maffay Tal zum Coll de Tofla weiter nach Alaro zum Coll d'Honor hinauf (mit 550m vierthöchster Pass auf Mallorca) und durch den Ort Orient hindurch.

Bei der Dienstags-Tour ging es zum Puig de Randa (534m). Schon von Weitem waren die auf dem Hügel stehenden Radaranlagen zu sehen und es ging von Randa aus eine schöne Serpentinenstrasse hinauf bis zum Kloster Santuari de Déu de Cura.

Nach dem Ruhetag am Mittwoch folgte donnertags dann die Königsetappe nach Sa Calobra. Die knapp 2000 Höhenmeter sammelten sich unter anderem mit dem Coll de sa Bataia (579m) und dem Coll dels Reis (682m) an.

Bei der Abschluss-Tour am Freitag stand die Fahrt zum Kloster von Bonany auf dem Programm und von dort zum letzten gemeinsamen Kaffee&Kuchen-Stopp nach Petra.

Natürlich gab es auch noch vor oder nach den Radtouren die ein oder andere Schwimmeinheit. Im Pool lag der Fokus auf der Technik. Das Training im offenen und welligen Meer hat mir persönlich aber mehr Spass gemacht - die Beobachtungen der Unterwasserwelt mit Fischen, Seesternen und Stachelrochen während dieser Trainingseinheiten waren sicher ein absolutes Highlight und bleiben unvergessen.

Auch wenn ich mir das mit dem Trainingslager insgesamt etwas anders vorgestellt habe, hatte ich eine wirklich tolle Woche mit netten Leuten auf der Insel. Darum gilt: Mallorca, ich komme wieder!

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