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Diese intensive Triathlon-Saison wollte ich mit einem tollen AquaBike-Event über die Mitteldistanz am Mondsee erfolgreich abschliessen. Dass mein Schutzengel dafür allerdings mehr gefordert war als ich, hätte ich so nie gedacht - aber von vorne:

 

Am Freitag des 6. September fuhr ich direkt von der Arbeit am Bodensee in den oberösterreichischen Teil des Salzkammerguts. Wegen des vielen Verkehrs um München und Salzburg herum, kam ich leider erst gegen 19:00 in der Seepension am Mondsee an, so dass ich nach dem Ausladen des Autos nur noch kurz etwas essen gegangen und dann müde ins Bett gefallen bin.

Am nächsten Morgen ging es pünktlich um 8:00 zum späten Frühstück, um danach frisch gestärkt eine Runde mit dem Rad zu drehen. Vom Mondsee ging es über Thalgau zum Fuschlsee und von dort weiter Richtung Wolfgangsee. Kurz vor St. Gilgen gab es allerdings den ersten Schreckmoment vom Wochenende, als mich ein Auto mit dem Rückspiegel am Arm streifte, es mir den Lenker verschlagen hat und ich gerade noch so ein Crash mit dem Bordstein und somit einen Sturz verhindern konnte. Der Golffahrer ist einfach weiter gefahren und hat das Ganze wohl noch nicht einmal bemerkt, obwohl es sogar den Seitenspiegel an seinem Auto leicht eingeklappt hat. Erst die 2 Autos dahinter haben mich gefragt, ob alles ok ist. Mit leicht erhöhten Adrenalinwerten musste ich beim Mozarthaus am Wolfgangsee erstmal eine kleine Pause einlegen. Danach ging es über die Ortschaft Winkel zum Mondsee und dort alles der Uferstrasse entlang zurück. 
Bevor ich zur Pension abgebogen bin, habe ich noch schnell einen Abstecher zur Basilika St. Michael gemacht und danach meine Startunterlagen abgeholt. Nach einer kurzen lockeren Schwimmeinheit im angrenzenden Alpenseebad gab es einen wohlverdienten Powernap.

Um 16:00 ging es weiter zum Pasta-Party-Schiff, welches vom Veranstalter organisiert war und uns Mitteldistanz-Athleten einmal um den Mondsee schipperte - ein wirklich richtig schöner Anlass!

Am Sonntagmorgen wurde um 6:30 die Wechselzone geöffnet, um die Räder und das ganze Equipment einzuchecken. Lange war nicht klar, ob mit Neopren geschwommen wird oder nicht - mir persönlich wäre ja ein Neoverbot ganz recht gewesen aber leider wurde dieser Wunsch auch beim letzten Wettkampf der Saison nicht erfüllt. Darum rein in Neo und in die vorderste Reihe zu all den Männern. Ich habe mich auf einen ziemlich harten Start gefasst gemacht und wurde nicht enttäuscht - von Schlägen, Tritten und Wasser schlucken war alles dabei. Erst nach der zweiten Wendeboje kehrte Ruhe ein. 

In der Wechselzone dann war die grösste Schwierigkeit, keine kleinen Steine und Dreck an den nassen Füssen kleben zu haben, welche in den Radschuhen auf den 90km stören könnten.

Auf dem Rad lief es ganz gut. Die Strecke am Mondsee entlang war relativ flach und 3-4 Kilometer nach dem Kienbergwandtunnel wurde das Seeufer für ca. 5-6 Kilometer verlassen bis man das Ufer des Attersees erreichte. Auf der Ostseite des Sees ging es weiter in nördliche Richtung. Ich kann es nicht genau sagen, wo es war aber irgendwo zwischen Weyregg und Schörfling kam mein Schutzengel dann zum zweiten Mal an diesem Wochenende zum Einsatz, als ein nicht ortskundiger "Sonntagsfahrer" ohne zu blinken plötzlich rechts abbog. Gezwungenermassen bin ich ebenfalls rechts weg, musste mich aber mit meiner rechten Seite am Auto irgendwie abdrücken. Keine Ahnung, wie genau das ging und wie ich es geschafft habe auch hier nicht zu stürzen - es ging einfach alles so schnell... Da ich davor schon einige Meter sehr langsam hinter dem Auto hergefahren bin, ist ausser einem riesen Schock nichts passiert - hätte ich volles Wettkampftempo gehabt, wäre das echt schlimm ausgegangen! Mit diesem Erlebnis im Kopf ging es dann die ganze westliche vielbefahrene und zum Teil schmale und unübersichtliche Uferstrasse runter zurück nach Mondsee. Entspanntes radeln war es für mich ab diesem Zeitpunkt absolut nicht mehr und ich war froh, als ich heil im Ziel ankam.

Am Ende habe ich mit dem 2ten Platz zwar noch einmal ein tolles Ergebnis erreicht aber die grösste Auszeichnung geht definitiv an meinen Schutzengel - DANKE, dass es dich gibt und dass du immer so gut auf mich aufpasst!

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